Die Geheimnisse eines erfolgreichen Teams

Große Dinge sind in der Geschichte der Menschheit noch nie von einer einzigen Person erschaffen worden. Schaut man ganz weit in die Vergangenheit, dann gibt es unzählige Beispiele, von teils gigantischen Projekten, die nur in der Zusammenarbeit  teils mehreren tausend Menschen zu Erfolg geführt haben. Auch in der Gegenwart könnte ich viele Beispiele aufzählen, bei denen die Fähigkeit, Menschen zu motivieren gemeinsam an ein großes Ziel, eine Vision zu glauben und darauf hin zuarbeiten, das Fundament für unglaubliche Erfolge sind. In der heutigen Zeit kommt kein Unternehmer, egal welcher Branche, mehr ohne ein Erfolgsteam aus. Und mal Hand aufs Herz, im Team macht Erfolg doch gleich noch viel mehr Freude.

Im Folgenden habe ich die Geheimnisse erfolgreicher Teams zusammen gestellt. In meiner intensiven Arbeit mit Unternehmern und Führungskräften orientieren wir uns an diesen 10 + 1 Kriterien.

1. Die gemeinsame Vision.

Ganz wichtig, es gibt eine Vision und jeder kennt sie und nimmt diese Ernst. Das Fundament erfolgreicher Teams liegt genau hier. Sie haben eine gemeinsame Vision. Nur wenn die Richtung 100% für alle klar und verständlich ist und jeder auf das gemeinsame Ziel hin arbeitet, entsteht wahrer Teamspirit. Jedes Teammitglied erachtet die gemeinsamen Ziele als bedeutsam und wichtig. Ein Gefühl von Zusammengehörigkeit und Kameradschaft entsteht. Alle für einen und einer für alle! Diese Aussage passt hier sehr gut. ✅

2. Eine perfekte Organisation.

Im Chaos, mag es auch noch so „kreativ“ sein, wird auf Dauer niemand wohl wirklich glücklich. Teams, die außerordentlich erfolgreich sind, sorgen dafür, dass jedem im Team glas klar ist, wo die Reise hingehen soll. Wie aufgescheuchte Hühner loszulaufen, mag Anfangs vielleicht noch motivierend sein. Doch wird es früher oder später zu extremen Verspannungen innerhalb der Mannschaft kommen. Um gemeinsam ein Ziel zu erreichen bedarf es neben einem hohen Energielevel (ja, es wird anstrengend) noch geeignete Methoden, Maßnahmen und Strategien. Klare Projektpläne, mit Milestones und fest definierten Zielen, verschaffen allen einen Überblick, welche Fortschritte gemacht werden und wo das Team im Moment genau steht. Viele kleine Teilziele helfen auf dem Weg zur Vision, den Fokus zu behalten und motiviert zusammen zu arbeiten. ✅

3. Alle sind verantwortlich.

„Alle für einen und einer für alle.“ Der fast schon berühmte Spruch der Musketiere, passt hier auch wie die Faust auf das Auge. Ein wenig können wir auch davon lernen. Das sind Aussagen, die zu einem motivierten und gut funktionierenden Team gehören. Alle haben den Gesamterfolg im Auge und schauen über den „Tellerrand“ des eigenen Verantwortungsbereiches. Hier geht es um die innere Einstellung und auch um die Moral der Arbeit. Fühlt sich jeder im Team als Einzelkämpfer oder als Teil des großen Ganzen. Sind alle im Meeting auch aufmerksam bei der Sache oder ist das Geschehen im Smartphone vielleicht wichtiger. Dann ist es mit dem Teamspirit wohl nicht so weit her. Steht für alle in der Mitte ein großer Behälter voller Erfolg und Geld, dann beginnen die Grenzen zwischen dem einzelnen Individuum und dem großen Ganzen mehr und mehr zu verschwimmen. ✅

4. Es herrscht 100% Klarheit.

Jeder kennt seine Aufgabe. Punkt! Eines der einfachsten und leider oft vernachlässigten Regeln. Kennt jeder im Team seine Aufgaben und sind alle Unklarheiten komplett ausgeräumt, dann läuft es wie in einem gut geölten Getriebe. Jedes einzelne Zahnrad passt optimal ineinander. Dieses setzt voraus, dass jeder seine Aufgabe auch annimmt und damit den Erwartungen des Teams gerecht wird. Besser noch, in den Augen aller übertrifft. Der Unternehmenscoach Mike Aßmann, sagte einmal in einem Interview: „In einigen meiner Projekte, gab es auch Mitarbeiter, denen wir keine ganz klare Aufgabe zuweisen konnten. Ihr Job ist es, eine Art „Schnittstellenfunktion“ auszuüben.“ In vielen Teams braucht man solche Typen, deren Stärke darin liegt, zu kommunizieren und zu organisieren. In einem Getriebe, sind sie dann das Getriebeöl, welches dafür sorgt, dass auch alle Zahnräder mit minimalem Reibungsverlust laufen. Damit funktioniert das gesamte Team effizienter und schließlich noch erfolgreicher. ✅

5. Respekt und Wertschätzung bestimmt die Arbeitsatmosphäre. 

Die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, innerhalb eines Teams, ist, der gegenseitige Respekt und die Wertschätzung eines jedes Teammitgliedes. Ist dies vorhanden entsteht eine Arbeitsatmosphäre, die für alle sehr angenehm und relaxt ist. Vergiss an dieser Stelle die „Chilligen Ecken der Start-Up-Szene.“ Es geht vielmehr darum, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich jeder wohl- und aufgehoben fühlt. Nur so kann jeder mit einem guten Gefühl, offen über eigene Ideen, Ängste und Sorgen sprechen. Jeder ist dann frei und kann den Input anderer Teammitglieder gegenüber offen und aufgeschlossen sein. 

Absolute Verlässlichkeit, Pünktlichkeit gehören genau so zu einem respektvollen Umgang, wie sich professionell auf alle Meetings vorzubereiten. Dies gilt für alle. Auch für die besonderen Typen innerhalb eines Team. Die Individualisten, mit all ihren Ecken und Kanten. ✅

6. Kommunikation, offen und ehrlich. 

 Teamspirit entsteht nur, wenn klar ist, wie innerhalb des Teams kommuniziert wird. Hier gilt die Regel, so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Besser ist, es wird etwas mehr als nötig gesprochen, als zu wenig. Welche Kommunikationsregeln müssen innerhalb eines Team für alle klar sein. Hier ein paar Stichpunkte dazu:

– Das Team entscheidet in der Regel gemeinsam.

– Dies wird nicht immer möglich und sinnvoll sein. Daher gilt, alle Teammitglieder zeitnah über getroffene Entscheidungen zu informieren.

Achtung: Keine Eigenbrötler im Team! 

Alleingänge des Chefs oder eines Kollegen stoßen im Team schnell auf Unverständnis und werden dann als ignorant und vielleicht als bevormundend wahrgenommen. Hier gilt, alle Entscheidungsgrundlagen müssen für alle zugänglich sein und von allen auch verstanden werden. Wird dies nicht beachtet, leidet schnell die Motivation des einzelnen Teammitgliedes und auch die Produktivität des ganzen Teams. ✅

7. Hierarchien ja, doch weniger ist mehr.

Modernes Management, agiles führen und zusammenarbeiten, sind heute die großen Schlagwörter. Eine Teamorganisation ist noch immer in einer gewissen Form an Hierarchien gebunden und das ist auch gut so. Schließlich muss am Ende jemand die Verantwortung übernehmen und für übergeordnete Organisationsfragen und auch Fragen in Bezug auf die Steuerung des Teams, zuständig sein. Doch ist hier Achtung geboten. Zu starre und autokrate Strukturen birken die Gefahr, dass sich die Teammitglieder zu stark auf Themen, wie Zuständigkeiten und Kontrolle fokussieren. Dabei gerät schnell das Gemeinsame, das übergeordnete Ziel in den Hintergrund. ✅

8. Wenn Sand im Getriebe ist.

Was tun, wenn es im Teamgetriebe mal knirscht? Nicht zu jeder Zeit sind sich alle grün und einer Meinung. Wenn es mal zu Unstimmigkeiten und unangenehmen Situationen kommt, ist es wichtig, nicht einfach darüber hinwegzusehen. Ein „unbequemes“ Teammitglied einfach zu überstimmen, wird auf Dauer das Zusammengehörigkeits-Gefühl erheblich schwächen. Oft entstehen gerade bei unterschiedlichen Meinungen und Denkansätzen die aller besten Ideen und Lösungen. Dabei tauchen auch Herausforderungen auf, die bis dato keiner gesehen hat, die aber gelöst werden müssen. 

Achtung: Unstimmigkeiten und Konflikte innerhalb eines Teams müssen komplett aufgelöst werden. Es reicht nicht, darüber zu sprechen. Am Ende muss es eine, für alle tragbare, Lösung geben. Okay, wenn es trotz aller Bemühungen keine einvernehmliche Lösung gibt, gilt es dies zu akzeptieren und im Sinne des Teamworks zu entscheiden. ✅

9. Erfolgreiche Team nehmen die Metaposition einnehmen.

Ab und an einmal die Metaposition einnehmen und von „oben“ auf das Team und die Teamarbeit zu schauen, gehört zu den wichtigsten Dingen. Verschiedene Sichtweisen und Perspektiven innerhalb eines erfolgreichen Teams sind die besten Voraussetzungen für neue Ideen, Innovationen und kreativen Input. Dabei werden eingefahrene Denk- und Handlungsweisen oft komplett aufgelöst oder einfach hinterfragt. Hier gilt das Motto: Raus aus dem Alltagstrott sorgt für mehr Kreativität, neue Denkweisen und mehr Spaß am gemeinsamen arbeiten. ✅

10. Feedback, Feedback, Feedback.

Es gibt nichts besseres, um ein erfolgreiches Team weiterzuentwickeln, als sich immer und immer wieder Feedback zu geben. Jedes erfolgreiche Team hat im Laufe der Zeit eine Feedback-Kultur auf einem extrem hohen Niveau entwickelt. Nur wenn es innerhalb des Teams immer wieder aktive (proaktive) Rückmeldungen/Feedbacks gibt, wird sich das Team und jeder einzelne weiterentwickeln können. Hier ist die Teamleitung gefordert darauf zu achten, dass jeder im Team dies auch lebt und umsetzt. Konstruktives und positives Feedback ist die Basis für Weiterentwicklung und Wachstum. ✅

10 + 1 Vergesst nicht die Party.

Feedback kann man auf vielen Wegen geben. Eine Möglichkeit wird noch immer (leider) sehr unterschätzt und damit vernachlässigt. Obwohl ganz klar ist, dass dadurch eine große Loyalität und Motivation innerhalb eines Team erzeugt wird. Wovon ich hier spreche? Das ist ganz einfach. Es gilt darum die Erfolge eines Teams ganz bewusst zu feiern. Egal ob ein erster Meilenstein innerhalb eines Projektes erreicht wurde, ein Teammitglied einen Abschluss erreicht hat oder vielleicht sogar ein ganzes Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde, es gilt, feiert Eure Erfolge. Dies schweißt das Team zusammen und macht es stark und resistenter gegen all die Herausforderungen und Zeiten, in denen man einfach nur durchhalten muss. Nur so werden Durststrecken auf dem Weg zu großen Zielen überstanden. ✅

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